Donnerstag, 26. August 2010

Alles nur wegen einem Song?

Da gibt es diese schöne Geschichte aus Wanganui, so grossartig, dass man sie kaum glauben kann, als nämlich ein junger Mann einen Radiosender überfallen, den Boss als Geisel genommen, und verlangt hat, man möge zwölf Stunden lang den Muppet-Song „The Rainbow Connection“ spielen.
Kinder, die wie ich mit der Muppet Show aufgewachsen sind, können ihn nur zu gut verstehen, wir verbünden uns im Geiste, vor unserem inneren Auge sehen wir Kermit und all die anderen, Kermit winkt zu uns rüber, ich rufe: “Kermit, du hast da was zwischen den Zähnen!“, aber er hört mich nicht, ich rufe wieder, ich höre meine Mutter sagen, ich solle nicht so laut gegen den Fernseher brüllen, es ist wie früher, wieder rufe ich, umsonst, der Lärm des Trubels ist zu laut, Kermit kann mich nicht hören, wieder meine Mutter, ganz wie früher zu Hause vor dem Fernseher, ach, wer würde nicht auf den Gedanken kommen, dafür einen Radiosender zu überfallen?
Ja, ich hatte eine schöne Kindheit, danke der Nachfrage. Ich war übrigens auch immer das Kind, das beim Kasperletheater als einziger das Krokodil vor dem Kasperle gewarnt hat, jawohl!
Wo war ich? Ach ja, und alles nur wegen einem Song?
Mais natürlaismuse!
Ein Song kann uns überall hin führen, wir denken darüber nach, oder auch nicht, wir tanzen, oder auch nicht, wir wachsen über uns hinaus, sind unbesiegbar, ja, nicht aufzuhalten, er macht uns stärker, denken wir nur an die Szene mit Rocky auf der Treppe, was wäre diese Szene ohne den Song dazu, ein Song ist manchmal alles was wir brauchen, er bewegt uns, für ihn tun wir alles.

Nun, da mein unverschämt sexy Schunkelreisser „Se solo ci sei tu“ bald die Milliardengrenze der Verkaufszahlen durchstösst, habe ich mir gedacht, man könnte die anderen Songs ja auch aufnehmen, und vielleicht ein Album machen, was für ein dreistes Ding der Unglaublichkeit! Und da die Tage baldenst sowieso wieder kürzer werden, scharre ich nun also ein paar Musiker um mich herum, und wir schliessen uns in ein besonders kleines Studio ein- da ist es warm, kann man zu Hause auch Heizkosten sparen- nehmen ein paar Songs auf, häkeln Tischdecken, singen schmutzige Lieder, ach es wird herrlich, was werden wir gelacht haben!
Und vielleicht stürmt irgendwann auch jemand mal einen Radiosender, und verlangt für zwölf Stunden lang einen Dodo Leo- Song zu spielen! Oder auch für zwölf Stunden lang KEINEN Dodo Leo- Song zu spielen. Wie auch immer, ein Song kann uns tatsächlich überall hin-führen... :-)

Cheers!

Freitag, 16. Juli 2010

Dodo Leo feiert Live-Premiere!

Ja liebe Freunde der Blasmusik, vielleicht ist es euch schon aufgefallen, dass ich wieder aus den Charts geflogen bin!
Um eine Platzierung habe ich das Weiterkommen verpasst, meine Karriere ist somit vorbei, ehe sie richtig begonnen hat, ich werde nun doch eine Banklehre anfangen. Anderseits bin ich ganz froh darüber, denn langsam werden die Parkplätze für die ganzen Ferraris, oder Ferarren (ich weiss es immer noch nicht), die sich währenddessen angehäuft haben, ich weiss gar nicht mehr wohin damit, sie rosten schon langsam vor sich hin. Oder nein, eigentlich bleichen sie bei dem Wetter eher aus.
Na ja, wie dem auch sei, seid nicht traurig darüber, ich werde die Weltherrschaft trotzdem an mich reissen, und keinen von euch deswegen bestrafen. Obwohl ihr ja eigentlich schuld seid, weil ihr anscheinend nicht so oft gewotet habt, wie der zukünftige Weltherrschaftsbeherrscher verdient hätte, und er deswegen rausgeflogen ist. Aber der zukünftige Weltherrschaftsbeherrscher will mal nicht so sein.

Jedoch, wenn ich es recht bedenke, hat meine Rache ja schon begonnen. Und zwar in Form von Konzerten. Ja, das Geschrei ist gross, die Hysterie überschwemmt das Land, denn ich habe an der „Fête de la Musique“ meine Live-Premiere gefeiert, just an dem Tag, an dem mein fast schon surreal scharfer Gassenkracher „Se solo ci sei tu“ beim Label Timezone-Records erschienen ist, und nun überall bei allen Grosskonzernen wie i-Tunes & Co. erhältlich ist, was mich wiederum steinreich machen wird, noch viel reicher als ich ohnehin schon bin. Vielleicht kaufe ich mir dann einen Fussballklub. Oder noch besser, gleich eine Nationalmannschaft. Damit kann man ja Weltmeister werden, das würde ja ganz gut zu meinen Plänen passen…

Jedenfalls fand, keine zwei Woche später im Spektakel ein wahres Feuerwerk der musikalischen Grosstaten meinerseits statt, als ich zur “After-Release-Party” lud, und sich doch prompt ein paar waghalsige in die Oststatt verirrten. Ach, es war ein schöner Abend, von dem alle Anwesenden einst ihren Enkel erzählen werden, während diese mit grossen Augen vor ihnen sitzend, es kaum glauben können, und dabei fast an ihrem Bonbon ersticken, welches sie von Opa, oder Oma gekriegt haben, da sie ja ganz was besonderes sind. Die Enkel meine ich. Was haben wir gelacht! Aber ich schweife ab. Wo war ich? Ich vergass, ist ja auch egal, vielleicht erzähle ich euch nächstes mal von meinem Traum, in dem der spanische Torhüter bei uns vor der Tür stand, da er nebenberuflich als GEZ-Fahnder tätig ist. Vielleicht auch besser nicht, sonst klingelts womöglich, und er kommt tatsächlich.

Ich suche mir nun einen Pottwal, den ich füttern kann. Soll ja eine erhabene Erfahrung sein.

Macht auch was schönes!
Gruxxos, el hombre del pescador

Freitag, 4. Juni 2010

"Se solo ci sei tu" -Single erscheint bei TimeZone Records!


Unlängst habe ich eine Fernsehsendung um den Grand Prix d’eurovision de la chanson gesehen, es ging um die schönsten aller Lieder, welche jemals auf dieser Veranstaltung, die ja jetzt „European Song Contest“ heisst- nun ja- gesungen wurden. Wie es so üblich ist, gräbt die Redaktion solcher Sendungen auch immer irgendwelche Personen aus, die bekannt sind, sie aber trotzdem keine Sau kennt, jedenfalls nicht wissentlich und schon gar nicht, von wo. In der Schweiz nennt man das die „Cervelat-Prominenz“, wobei es sich bei dem Cervelat um eine Art Bratwurst handelt.
Wie dem auch sein, jedenfalls war grade Wencke Myhre mit ihrem Hit „Ein Hoch der Liebe“ an der Reihe, als eine Dame dieser besagten Cervelat-Prominenz ins Bild gedrückt wurde, und meinte, dass sie Wencke Myhre ja so gerne möge, bei der lache immer der Schalk aus dem Nacken.. Interessante Vorstellung, der guten Wencke lacht also immer der Schalk aus dem Nacken. Aber damit ist sie gar nicht so allein wie man nun vielleicht denken möge. Nein, auch dem „Lord-du-weißt-schon-wer“ aus dem Abenteuer von Harry „na-du-weißt-doch-sicher“, der auf der Zauberschule in“ich-weiss-nicht-wo“ sich fortan gegen den Lord „ach-was-weiss-ich-denn!?“...ich hab den Faden verloren. Ach ja, dem Lord also, oder besser gesagt, dessen Vorderseite, ein gewisser Professor Quirell lacht der Schalk, in Form von Lord „ja-ja“ aus dem Nacken. Ganz deutlich zu sehn, in dem Film „Der Stein der Weisen“, aber eigentlich, wenn ich es mir recht überlege, war dieser Lord, also der Schalk gar nicht so gut drauf, als er in Feuer und Rauch aufging, das war mehr so ein fieses, markdurchdringendes Geiffern.
Und nun? Lord „Wencke-Myhre“ also auch, wer hätte das gedacht. Das katapultiert sie ja in ganz andere Dimensionen, und niemandem ist das aufgefallen. Für so eine Performance hätte sie eigentlich gewinnen müssen.

Falls sich jemand nun wundert, und findet, das seien seltsame Gedanken, die ich da in meinem Blog veröffentliche, und somit die Gefahr eingehe, man könnte denken, ich wäre ein Spinner. Keine Sorge, sage ich euch, da bin ich ganz entspannt, denn solche Gedanken mache ich mir pausenlos und andere noch dazu. Aber ich bin mir nicht sicher, ob die Welt bereit für die wäre....

Apropos „bereit“: Es gibt ja auch grossartige Neuigkeiten zu berichten:
Ich habe beim Label TimeZone Records einen Vertrag ausgehandelt, der sich aber so was von gewaschen hat! Somit hat sich TimeZone nun verpflichtet, meine Single "Se solo ci sei tu" auf den Markt zu schmeissen. Und nicht nur das, nein, zudem müssen sie mich nun täglich anrufen, um mir glaubhaft zu versichern, dass ich der grösste Musiker aller Zeiten bin! Ist das nicht ein unglaublicher guter Deal? Für mich, versteht sich... Am 21. Juni 2010 erscheint nun also offiziell die Single. Jawohl, und weil das des Glückes noch nicht zur genüge ist, stelle ich diesen unfassbar scharfen Gassenkracher am selben Tag auf der Fête de la musique in Hannover vor. Selbstverredlich stelle ich auch noch einige andere musisch-kreative Auswürfe meinerseits vor. Und zwar gleich zwei mal: Um 16 Uhr auf der Bühne „Künstlerhaus“, und um 18 Uhr in der Galerie Kaufhof, wo es dieses silberne Stück Zeitgeschichte für einen lächerlichen Preis von einer Milliarde Euro zu erwerben gibt.
Und am 4. Juli kommt es dann zu einer kleinen „After-Release-Party“ im Spektakel, wo ich mein neues Album komplett vorstelle. Ja, ihr seht, kein Grund zu feiern wird ausgelassen!



So, und nun muss ich bügeln geh’n!

Samstag, 27. Februar 2010

"All I Wanna Do" in den TOP 15 WorldCharts!!

Ja sapperlot, welch freudiger Tag!

Unter 257 Einsendungen ist mein Gassenhauer "All I Wanna Do" doch tatsächlich in die TOP 15 der WorldCharts von newcommeradio.com eingestiegen!!!! Wer hätte das gedacht? Nun läuft der Song drei Monate lang sechs mal pro Tag, was die Aussicht auf die ein, oder andere warme Mahlzeit für mich gewaltigst in die Höhe schiessen lässt! Juhuuuu :-)
Und damit das so bleibt, bitte ich euch alle um eure Unterstützung!
Bitte voted für meinen Song
(Ich bin übrigens die Startnummer 4) die nächsten drei Monate was das Zeug hält, und sagt allen Leuten die ihr kennt, bescheid, sie mögen das selbe tun!!!!! Ach wie herrlich es doch wäre, wenn mein Song weitere und weitere und weitere drei Monate in den Charts bliebe, ja am besten gar nicht mehr aussteigt, so lange, bis.... ach, gar nicht auszudenken. Werde ich mit dem Erfolg umgehen können?
Werde ich immer noch der bescheidene, liebenswerte und gelassene junge Mann sein? Trotz meines Erfolges und meinem blendenden Aussehen? Und wo parke ich nur all die Ferrari, (oder heisst es Ferraren? Oder Ferarrissen?) die keinen Platz mehr haben werden in der Garage meiner Villa? Ach was soll's, wozu die Sorgen? Ist doch ganz schlecht für meinen Teint.

Oh, ich kann es mir schon gut vorstellen, wie es sein wird, der König der Welt zu sein!
Und das, Dank eurer Hilfe! Ja, ich werde ein guter und gerechter Herrscher sein, sorgt euch nicht! Es wird euch an nichts fehlen, mein liebes Gefolge. Ihr werdet baden in wohlklingenden musikalischen Auswürfen meinerseits, ich werde euch teilhaben lassen an meinen gedanklichen Lichtmomenten - ach, herrlich wird's ;-)
Na, sind das nicht aufregende und wunderbare Aussichten? Ja, Jaaaaaa, freuen wir uns gemeinsam!!!! Und nun, ab zum voting! Ach so; voten kann man übrigens einmal pro Stunde. Also, na ja, man könnte sich auch nachts einen Wecker stellen ;-)

Voting: http://www.newcomerradio.com/news/weltweit_groe_te_voting-hitparade_newcomer-world_charts_ab_1.3.2010.html

Newcomerradio.com:
http://www.newcomerradio.com

Und wenn ihr meinen unfasslich grossartigen Gassenhauer noch gar nicht kennt, hört ihn euch an:
http://www.myspace.com/dodoleo

Vielen Dank für eure Unterstützung!!!!
Cheers,
Dodo


Donnerstag, 17. Dezember 2009

Der Geist von Weihnachten? / The ghost of X-mas?

Unlängst hatte ich einen merkwürdigen Traum. Darin ging es um mich und einen Elch. Oder ein Rentier (nicht Renntier), ich weiss es nicht mehr so genau. Jedenfalls hat der Elch zu mir gesprochen. Ja, und er sagte: “Dodo”, sagte er, “Dodo, du musst ein Weihnachtslied komponieren!” Darauf meinte ich, dass ich mir vor langer Zeit schon mal versprochen habe, niemals ein Weihnachtslied aufzunehmen, da ich Weihnachtslieder doof fände, ich könne sie nicht ausstehen, und außerdem gäbe es sowieso nur ein einziges Weihnachtslied, das nicht doof wäre. Sondern wunderschön, nämlich dass von Hern Lennon und Frau Ono, jedenfalls bis an die Stelle, an der Frau Ono singt, die wäre nicht so wunderschön, trotzdem würde ich mich immer am meisten auf eben genau diese Stelle freuen. Jedes Jahr.
Darauf meinte der Elch: “Was laberst Du denn da? Stell dir doch nur mal vor, Du könntest den Geist von Weihnachten verbreiten! Wäre das nicht toll? Kinder würden unter dem Baum sitzen und dein Weihnachtslied singen! Also geh nun, geh, und komponiere ein Weihnachtslied! Ach, und warte, gib mir die Tasse zurück, da ist Pfand drauf!” (Das hat er wirklich gesagt!) In dem Moment fiel mir auf, dass ich auf dem Weihnachtsmarkt war, und an einem Glühweinstand mit dem Elch redete. “Ich will aber kein Weihnachtslied komponieren!” Und überhaupt fände ich die Tasse sehr schön, ich wolle sie behalten, vielleicht würde ich ja noch Unmengen mehr an Glühwein trinken. Und überhaupt, was soll denn der Geist von Weihnachten sein? “Das weißt du nicht?” fragte mich der Elch, “ Es ist die Zeit in der sich die Menschen näher kommen.” Näher kommen, soso, aha.
In dem Moment bin ich aufgewacht, das Weihnachtslied der Eheleute Lennon/Ono summend. Was dieser Traum wohl zu bedeuten hat?
Am nächsten Abend war ich dann wirklich auf dem Weihnachtsmarkt, und ich merkte, wie Recht der Elch hatte. Es schien tatsächlich die Zeit zu sein, in der sich Menschen näher kommen. Vor allem am Glühweinstand. Ziemlich nahe kommen sich die Menschen, wie ich fand. Aber nach dem fünften Becher Glühwein hatte ich mich langsam entspannt, und es fing sogar an, mir zu gefallen. Ja, ich war richtig gut drauf, sang schmutzige Lieder und mir wurde auch immer wärmer. Da war mir sicher dem Geist von Weihnachten sehr nahe zu sein. Er musste irgendwo in meinem Becher sein.

Ach übrigens freue ich mich total auf das nächste Jahr, denn so Viels steht an. Meine Songs werden inzwischen auf immer mehr Radiosendern gespielt, wir werden ein Video drehen, im Fernsehen zu sehen sein, und vor allem- Konzerte spielen! Yippieeeehhhhhhh!

Cheers!

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Lately I had a weird dream. It was about me an a moose. Or a reindeer, I’m not sure about it. Anyway, the moose was talking to me. Yes, and he said: “Dodo, you have to compose a Christmas song!” I told him, that quite a long time ago, I promised to myself, to never, ever compose a Christmas song, ’cause I think that Christmas songs are ditsy, I couldn’t stand ’em, and actually there would be just only one Christmas song, that isn’t ditsy. In fact, it’s very beautiful, namely the one from Mr. Lennon and Mrs. Ono, at least till the sequence when Mrs. Ono sings, that would be not very beautiful, but still I’m longing to hear that special sequence. Every year.
The moose spoke: “What are you blabbering about? Just think, you could dispread the ghost of Christmas, wouldn’t that be great? Children would sit by the tree and sing your song! And now go, go and compose a Christmas song! But wait, leave the cup here, it’s cover charged!” (He really said that!) Right then, I recognized, that I was on a Christmas market, talking to a moose on a booth of hot wine punch. “I don’t want to compose a Christmas song!” I said. And that I like the cup, I want to keep it, I might drink alotta more of that punch. “And anyway, what is the ghost of Christmas?” “You don’t know what the ghost of Christmas is?” he asked? “It is the time, when people get close to each other!” Closer to each other, I see.
Right in that moment, I woke up, buzzing the Christmas song of the married couple Lennon/Ono. What does that dream supposed to mean?
On the next evening, I went to the Christmas market, and I realized, that the moose was right. It must be the time, when people get closer. Much closer, in deed, especially around the hot wine punch booth. But after the fifth cup of punch, I started to relax and I actually kinda liked it. Yeah, I was in a good mood, started to sing dirty songs and it also got warmer and warmer. Then, I was sure about it, I’ve felt very close to the ghost of Christmas. It must have been somewhere inside my cup.

Oh by the way, I look forward to next year, ‘cause so many things are about to come! More and more radiostations are playing my songs already, and we’ll gonna shoot a video, we’ll appear at TV, and mainly- we’ll play concerts! Yippieehhh!

Cheers!

Freitag, 13. November 2009

Sehr traurig

Sehr traurig
Eigentlich wollte ich heute in den Blog schreiben, dass wir grade dabei sind, unsere Songs auf die Bühne zu bringen. Was etwa soviel bedeuten soll wie, dass ich grade dabei bin, eine Band zusammen zu stellen.
Doch das ist im Moment gar nicht so wichtig. Momentan bin ich, wie anscheinend so viele andere Leute auch, sehr traurig über den Suizid von Robert Enke. Nicht weil er ein herausragender Torwart, noch dazu bei 96 war. Ich bin kein Fussball-Fan. Aber ich lebe in Hannover und daher habe ich erlebt, was Robert Enke für diese Stadt bedeutet hat. Auch neben dem Fussball. Ein Sympathie-träger der bescheiden und zurückhaltend war, respekt- und würdevoll in Erscheinung trat.

Es hat sich herausgestellt, dass Enke an Depressionen litt, und das schon seit einigen Jahren. Aus Angst seine Karriere zu verlieren hat er seine Erkrankung verschwiegen. Und wir müssen erkennen, wie berechtigt seine Angst war.
Als vor drei Jahren seine Tochter Lara an einem Herzfehler starb, ging Enke damit sehr offensiv um, und stand ein paar Tage danach schon wieder im Tor. Alle haben ihn dafür bewundert. Man hat ihm zugesehen, wie er über sich hinaus wuchs, ja, fast unbezwingbar schien er zu sein. Niemand, und nur wenige die ihm näher standen, hatten geahnt, wie es ihm wirklich ging. Wir haben das, was wir gesehen haben, für real empfunden, nichts war zu erkennen, von der tatsächlichen Situation. Wir sahen den souveränen Enke und waren froh, dass es ihm nach so einem Schicksalsschlag so gut ging. Denn dann ging es uns nämlich auch gut. Wir hielten ihn für stark. Wie hätten wir reagiert, wenn seine Erkrankung plötzlich bekannt geworden wäre? Wie weit muss ein Mensch gehen, damit andere auf seine Not aufmerksam werden? Was sind wir denn für eine Gesellschaft, die jemanden soweit treibt, ein derart monströses Gebilde um sich herum zu bauen, aus Angst davor, die Wahrheit könnte uns erreichen?

Man liest und hört jetzt oft, dass im Spitzensport so immensen Erwartungsdruck herrsche. Dass es immer nur um Gewinner und gewinnen ginge. Das ist wohl richtig, doch nur im Spitzensport? Wie sieht es im “normalen” Leben aus? Doch überhaupt nicht anders. Fehler oder Schwächen blenden wir aus, lachen sie weg, akzeptieren wir nicht. Unsere eigenen versuchen wir zu verstecken, die von den anderen versuchen wir zu finden- um sie zu verhöhnen. Das hat uns unsere Art und Weise, wie wir miteinander umzugehen haben, gelehrt. Wer sich nicht durchsetzen kann, seine Ellbogen nicht zu benutzen weiss, fällt durch das Raster. Wir müssen funktionieren, leisten und gewinnen. Alles andere zählt nicht.
Ich habe gelesen, dass Enke die Kraft dafür aus dem Fussball gezogen hat. Er war ein wichtiger Teil von etwas, was vielen Menschen viel bedeutete, man hat ihm zugejubelt. Woher nimmt Herr Müller von der Sparkasse, oder Frau Meier an der Kasse im Supermarkt die Kraft dafür? Ihnen jubelt am Wochenende niemand zu. Und Montags auch nicht. Wie viel kann ein Mensch ertragen? Wie viel kann man einem Menschen zutrauen, zu ertragen?

Ich bin ein Beobachter unserer Gesellschaft, der Menschen neben mir und mir selbst. Ich beobachte Dinge, die vor sich gehen, oder Eigenheiten der Menschen um dann in meinen Songs davon zu erzählen. Und ich halte mich keinen schlechten Beobachter. Auch mir ist nicht aufgefallen, dass Robert Enke so schwer krank war. Ich bin ein Teil unserer Gesellschaft. Wir haben es nicht gemerkt. Wir merken es nicht, wenn um uns herum jemand erkrankt, wenn wir es nicht sofort sehen. Die Krankheit von Robert Enke ist leise. Sie fällt nicht auf, sie hat keine Lobby. Sie wird nicht akzeptiert.
Die Betroffenen müssen sich davor fürchten, sie zu erwähnen. Sie hören dann so etwas wie, man solle sich nicht so anstellen, schliesslich hätte jeder mal ein schlechter Tag.
So sind wir. So ist unsere Gesellschaft, wir lassen dies zu. Wie weit wollen wir gehen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine andere Person in Hannover sich ähnlicher Beliebtheit erfreuen konnte wie er.
Sicherlich, für die meisten war er DER grosse Torwart. Doch Enke hat auch neben dem Platz die Menschen berührt. Das wird er auch weiterhin tun.

In Verneigung vor einer grossen Persönlichkeit, mein tiefstes Mitgefühl für seine Frau Teresa, seine Tochter Leila und seinen Angehörigen.

Dodo

Mittwoch, 30. September 2009

Die Schweiz vor der Auflösung?

Heute muss ich, denn endlich finde ich die Zeit dazu, etwas schreiben, was mir auf der "Schweizer-Seele" liegt. Es ist ja grade ganz schön hart, so als Eidgenosse.
Erst werden wir, mir-nichts-dir-nichts, von Herrn Steinbrück auf die Liste der Schurkenstaaten gesetzt, und dann hat, ihr werdet's vielleicht gehört haben, der gute Herr Gaddafi die lustige Idee gehabt, die Schweiz aufzulösen, und sie unter "ihren ursprünglichen Ländern zu verteilen".
Das mit dem Schurkenstaat ist ja für die Schweizer schon ziemlich aufregend. Wer hätte das gedacht? Die Schweiz ein Volk von Schurken, ja sogar Piraten? Das geht doch runter wie Öl, oder etwa nicht? Sind es nicht die Schurken, die immer die schönsten Frauen abkriegen? "Sie mögen mich weil ich ein Schurke bin!", sagte doch schon Han Solo zu der Prinzessin. Zwar sagte sie darauf:"Au cointreux, ich mag nette Männer!" Doch das kann sie unmöglich ernst gemeint haben.
Somit können wir Herrn Steinbrück also durchaus dankbar sein, so begehrt und gefürchtet wie wir jetzt sind, werden sich die schönste Frauen nach uns Schweizern sehnen. Aber- war das nicht schon immer so?

Der Einfall von Herr Gaddafi, unser hügeliges Land unter seinen Ursprungsländer zu verteilen kommt da wie gerufen. Weiss er denn nicht, wie gefährlich wir sind? So als Schurken? Und überhaupt- ursprüngliche Länder? Was sind denn unsere ursprünglichen Länder? Ich dachte immer, wir stammten ausnahmslos vom Kanton Uri ab? Obwohl unser
Temprament eher etwas südlicher anmutet. Heisst es nicht immer, wir Schweizer wären die Brasilianer Europas?
Jedenfalls dürfte den Eidgenossen dieser Welt kollektiv der Brotklumpen vom Fondue im Halse stecken geblieben sein, und man fragte sich, ob man den Nabel der Welt denn einfach so auflösen könne? Aber wir bleiben auch in solchen heiklen Momenten gelassen, wie man es von uns kennt. Deshalb habe ich mich entschieden, erst einmal auf eine Nachricht vom Generalkonsulat in Hamurg zu warten, wann und wohin ich meinen Reisepass denn nun zu schicken habe, wenn es denn dann die Schweiz überhaupt nicht mehr gibt.
Abgesehen davon, kann ich Herr Gaddafi gut verstehen, sorgt er sich doch nur um seinen Sohn, der in Genf festgenommen wurde, nachdem er ein Hotelzimmer auseinander genommen hat. "Na und?" sagt Herr Gaddafi, das hätten diverse Rockstars doch auch schon getan. Und er hat Recht!

Also, vielleicht gibt's ja bald wieder etwas abzustimmen in der Schweiz. Die Frage würde dann etwa so klingen: "Wollen Sie der Initiative von Herrn Gaddafi, zur Auflösung von uns selbst und unsereVerteilung auf unsere ursprünglichen Länder zustimmen?"
Und wieder hätten wir eine grosse Verantwortung auf unseren Schultern zu tragen.

Ach, das Leben als Schweizer ist aber auch echt hart!

Cheers!